Apples verpasstes Gaming Monopol

Verschläft Apple den Trend um Zusatzfunktion für Gamer auf der eigenen Plattform?

Von Project-Dragon

Getreu nach dem Motto "When I get sad, I stop being sad and be awesome instead. True story." berichte ich auf ProjectGaming.de über alles Mögliche aus dem Gaming-Sektor.

Wirft man einen Blick auf die drei Hauptakteure der Spielebranche fällt eine Gemeinsamkeit auf:

Sowohl Micosoft (XBox Live) als auch Sony (PlayStation-Network) und Nintendo (Wii Online) bieten einen exklusiven Online Dienst für ihre Produkte an.

Dieser umfasst Funktionen wie  z.B. Spielerprofile, Freundeslisten, Errungenschaften, etc sowie einen Online-Store.

Ein viertes Unternehmen, bei dem, laut eigenen Aussagen, einer der Schwerpunkte auf mobilem Gaming liegt, scheint diesen Trend völlig verschlafen zu haben.

Die Rede ist selbstverständlich von Apple: So wird seit geraumer Zeit der iPod Touch als Spielkonsole vermarktet und ein Großteil der Anwendungen in Apples App Store sind Spiele für iPhone und iPod Touch.

Im Hinblick auf oben genannte Funktionen bietet Apple für Käufer von iPhone und iPod Touch bisher keine Lösung und so nutzten zwei Entwickler die gelassene Lücke und bieten eigene Services an.

Miteinander konkurrieren momentan die beiden Angebote “Plus+” und “OpenFeint” um die Gunst der App-Entwickler.

Beide bieten kostenlos Freundeslisten, Errungenschaften und Leaderboards und stehen so direkt im Wettbewerb. Denn nur der Service, welcher sich zusammen mit hochkarätigen Spiele nutzen lässt, wird schließlich favorisiert.

Wirft man einen Blick auf die Verkaufscharts des App-Stores fällt jedoch auf, dass die wirklichen “Blockbuster” Spiele keinen der beiden Services nutzen.

Dies gilt sowohl für Casual-Games (Doodle Jump, Skee Ball, Bejeweled 2, PaperToss und viele mehr) als auch für vollwertige Spiele (GTA: Chinatown Wars, Sims 3, CoDWaW: Zombies, N.O.V.A., Gangstar, etc).

iGaming

Und genau in diesem Punkt sollte Apple ansetzen. Schließlich ist sowohl das technische Know-How als auch die Markthoheit vorhanden, um solch einen Dienst für das mobile Gaming erfolgreich zu etablieren. Nach dem Motto “Zuckerbrot und Peitsche” könnte man die erforderlichen Funktionen direkt im App-SDK anbieten und über den App-Store die Nutzung dieser bei Spielen einer gewissen Qualität zwingend notwendig machen.

Nur mit der Hardware gewinnt man heutzutage nur schwer noch Kunden und mit dem richtigen Angebot lassen sich auch Hardcore-Gamer von Tastatur oder Gamepad weg locken.


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