Gute zweieinhalb Jahre sind seit dem Verkaufsstart von Windows Vista vergangen. In dieser Zeit konnte das wohl “schlechteste Windows aller Zeiten” nicht gerade viele Sympathien sammeln. Zu unstabil, unsicher, inkompatibel und vor allem viel zu langsam.
Zeit dies zu ändern, dachte man sich wohl bei Microsoft, und so ist ab heute das neue Betriebssystem Windows 7 weltweit im Handel verfügbar.
Windows 7 soll all das wieder gut machen, was Micosoft mit Vista verspielt hat. Sozusagen ein Vista 2. Ist den Entwicklern aus Redmond dies gelungen oder sollte man vorerst bei XP oder Vista bleiben?
Installation – Los geht’s?
Windows 7 ist in sechs unterschiedlichen Versionen erhältlich. Bis auf die 32Bit Starterversion wahlweise als 32oder 64bit Version aber immer auf DVD.
Die Installation selbst verläuft Windows standardmäßig: Datenträger einlegen, Sprache auswählen, Festplatten einrichten und formatieren, Zielort wählen, warten bis die Dateien kopiert worden sind und die Installation mit einigen weiteren Eingaben/Einstellungen abschließen.
Auch beim 7. Betriebssystem erfindet Microsoft das Rad nicht neu: Wer bereits eine frühe Windows Version installiert hat, findet sich bei Windows 7 problemlos zu Recht.
Bemerkenswert waren für mich jedoch drei Dinge:
- Das Interface erstrahlt in frischem Blau und ist ohne Zweifel bisher die schönste Windows-Installationsroutine.
- Während der Installation richtet Windows automatisch die Hardware ein, z.B. waren sowohl Grafik- als auch Soundkartentreiber bereits funktionsfähig eingerichtet und mussten nur noch durch eine aktuelle Version ersetzt werden.
- Der Installationsvorgang selbst war in weniger als 15min abgeschlossen. So sollte es sein.
Nicht neu – dafür besser?
Der Hauptteil der Veränderungen liegt bei Windows 7 unter der Haube, das Betriebssystem läuft merklich schneller, und wirkt allgemein ausgereifter als Vista.
Optisch besonders auffällig ist die neue Taskleiste, in der sich häufig verwendete Icons platzieren lassen und über ein kontextsensitives Menü bedienen lassen.

Sind von einer Anwendung (in diesem Fall Firefox) mehrere Instanzen geöffnet, kann dank der Vorschaubilder das passende Fenster leicht gefunden werden.

Beim Mouseover über das iTunes Icon werden Informationen zum aktueller Titel und Steuerungs-Elemente angezeigt. Cool!

Darf ich mit dir spielen?
Wohl die gravierendste Änderung von Windows 7 ist DirectX 11. Die neuste Version der Grafikschnittstelle ist im Betriebssystem direkt enthalten, setzt aber eine der noch teuren DirectX 11 Grafikkarte und dementsprechende Spiele, welche momentan noch sehr rar sind, voraus. DirectX 11 wird erwartungsgemäß in den nächsten Monaten an Bedeutung gewinnen, momentan aber eher uninteressant.
Im Bezug auf Spiele-Kompatibilität ist die Situation rund um Windows 7 sehr unterschiedlich:
Während ich bestätigen kann, dass sowohl Steam als auch die Source-Engine (Team Fortress 2, Left 4 Dead und Counter-Strike Source) problemlos und besser als unter Vista laufen, kann es bei einzelnen Spielen dennoch vorkommen, dass diese nicht unter dem neusten Windows laufen.
Hier besser vorher sicherstellen, dass das Lieblingsspiel auch auf Windows 7 läuft, sonst ist nachher Frust angesagt.
Alles in allem ist aus Windows 7 genau das Windows Vista 2, was es sein sollte, geworden. Wer sich in nächster Zeit ein neues Komplettsystem anschaffen will, oder zwischen 35€ und 100€ übrig hat, wird die Entscheidung nicht bereuen.
Glückwunsch an Microsoft zu einem empfehlenswerten Windows.
Wenn einer von euch bereits Windows 7 nutzt und beispielsweise auf Spiele gestoßen ist, welche inkompatibel sind, teilt mir doch eure Meinung in den Kommentaren mit.
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3 Comments
Die kleinste der Windows 7 Editionen gibt es nicht in 64Bit. Windows 7 Starter ist nur in 32bit erhältlich.
Da hast du natürlich Recht. Habe die betreffende Stelle im Artikel korrigiert.
Ich hab die Finale Version von Windows 7 schon sehr lange dank eines MSDNAA Acc ^^
Und bis jetzt laufen alle spiele selbst Cs 1.6 und HL1.